ADHS oder unreife Reflexe: Woran liegt es wirklich?
Zappelig und unkonzentriert: Solche Verhaltensweisen werden schnell mit ADHS in Verbindung gebracht. Was viele Eltern nicht wissen: Ähnliche Symptome können auch entstehen, wenn frühkindliche Reflexe nicht vollständig integriert wurden. Beides sieht von außen oft ähnlich aus, hat aber unterschiedliche Ursachen und braucht deshalb auch einen anderen Ansatz.
Wichtig vorweg: Ich bin keine Ärztin und stelle keine Diagnosen. Ob eine ADHS-Diagnose zutrifft, klären ausschließlich Fachärzt:innen oder eine entsprechende Fachstelle wie die Kinder- und Jugendpsychiatrie. RIT® Reflexintegrationstraining ersetzt diese Abklärung nicht und ist kein Ersatz für eine ärztliche oder therapeutische Behandlung.
Was ich in meiner Praxis in München-Schwabing anbiete, ist ein anderer, ergänzender Blick. Bei manchen Kindern zeigen sich Unruhe und Konzentrationsschwäche auch dann, wenn frühkindliche Reflexe noch aktiv sind, zum Beispiel der Moro-Reflex, obwohl sie im Entwicklungsverlauf eigentlich integriert sein sollten. Mit gezielten Bewegungsübungen lässt sich diese Nachreifung in vielen Fällen unterstützen, unabhängig davon, ob zusätzlich eine ADHS-Diagnose vorliegt.
Für manche Familien ist RIT® eine sinnvolle Ergänzung neben einer bestehenden ADHS-Behandlung. Für andere zeigt sich im Erstgespräch, dass die Reflexe unauffällig sind und andere Ursachen im Vordergrund stehen. Genau das lässt sich am besten gemeinsam anschauen.
FAQ
Was ist der Unterschied zwischen ADHS und einer unreifen Reflexintegration?
ADHS ist eine medizinische Diagnose, die von entsprechenden Fachärzt:innen gestellt wird. Unreife frühkindliche Reflexe sind kein Krankheitsbild, sondern ein Entwicklungsschritt, der bei manchen Kindern noch nicht abgeschlossen ist. Beides kann sich in ähnlichen Verhaltensweisen zeigen, hat aber unterschiedliche Wurzeln. Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir uns die Reflexe Ihres Kindes gezielt an.